Wenn der Guru sich abends zur Andacht niederliess, kam die Ashramkatze und störte die Andächtigen. So ordnete er an, die Katze während des abendlichen Gottesdienstes anzubinden.
Als der Guru starb, band man die Katze bei der abendlichen Andacht weiterhin an. Und als die Katze gestorben war, wurde eine neue Katze in den Ashram geholt, damit sie während der Andacht entsprechend angebunden werden konnte.
Jahrhunderte später verfassten gelehrige Schüler des Guru gelehrte Abhandlungen über die liturgische Bedeutung des Festbindens einer Katze während der Zeit des Andachtsrituals.
Hindu
Die Macht der Gewohnheit müssen wir durchbrechen und verändern. Was vor vielen Jahren gut war, muss nicht in alle Ewigkeit so bleiben – Mut zur Veränderung ist immer gefragt.
aus dem Buch:
Geschichten, die der Seele gut tun
Jack Kornfield & Christina Feldmann
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