Worte des Buddha

 
 
 

DER GESANG DER LIEBE
(METTA SUTTA)


Das Metta-Sutta, ist eine Lehrrede des Buddha von der liebenden Güte – der bedingungslosen Liebe. Diese Zeilen lesen sich als ein Manifest gegen jede Form von Feindseligkeit. Er spricht von Gutmütigkeit gegenüber allem. Metta zielt darauf ab, den Geist von Übelwollen, Angst und Böswilligkeit zu befreien. Ärger und Ängste können geschwächt und schliesslich überwunden werden. Durch Metta soll es gelingen, völligen Frieden zu finden.


In reiner Bewusstheit habe ich erkannt,
dass die Stille des Herzens
das Ziel meines Lebens ist.
In dieser Absicht gründet sich mein Streben.

Möge ich stark sein, aufrecht, ohne Dünkel,
wahrhaftig, selbstlos, mitfühlend und vergebend;
offen, friedfertig, hilfreich gebend;
einfach und natürlich sei mein Leben.

Möge ich achtsam und wissensklar
in allen Sinnenerfahrungen Sein, um auch
das kleinste egoistische, begehrliche oder abweisende
Verhalten zu vermeiden und zu überwinden.

Möge ich stetig meinem Herzen folgen,
im Wünschen nur des Einen:
Mögen alle glücklich leben
und die Herzen voll Freude sein.

Was auch immer es an Wesen gibt,
ob stark, ob schwach, ob gross, ob klein,
ob nah oder fern, ob sichtbar oder unsichtbar,
ob schon geboren oder noch im Werden:
Mögen alle glücklich sein!

Möge ich niemals einem anderen schaden,
oder irgendwie verachten
Möge ich keinem Böses wünschen,
aus Feindschaft oder Ärgernis.

Wie eine Mutter mit ihrem Leben
Ihr einziges Kind behütet und beschützt,
So möge ich für alle Wesen
in unbegrenzter Liebe sein.

Möge ich – Erwacht in reines Sein –
ganz frei von Hass und jeder Feindschaft
in Liebe sein für alle Welt.

Im Gehen, Stehen, Sitzen oder Liegen:
Möge ich unermüdlich darauf achten
im Herzen zu Sein,
in göttlichem Verweilen, immer Jetzt.

Möge ich frei von falscher Ansicht sein
Mögen mich Tugend und Weisheit tragen.
Möge ich unverhaftet in der Sinnenwelt leben.
Möge ich das Ende der Wiedergeburten in den Welten
der Ängste, der Begierden und des Zorns verwirklichen.


Siehe auch den Blog
Metta - Liebende Güte


Quelle:
Buddha-Haus, München

Foto:
Xiaolong Wong on unsplash

 
 
Claudia Furrer